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25.12.2017 - 05.01.2018

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Jul
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30.07.2018 - 10.09.2018

Und so fing alles an:

Maria Theresia, unsere Namensgeberin geb. 13. 5. 1717 Wien, gest.  29. 11. 1780 ebenda, Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen 1740. 

Sie nannte sich ab 1745 "römische Kaiserin". Ab 12.02.1736 mit dem 9 Jahre älteren Herzog Franz Stephan von Lothringen (ab 1737 Großherzog von Toskana, ab 1745 als Franz I. Kaiser) vermählt, übernahm Maria Theresia nach dem Tod ihres Vaters Karl VI. 1740 tatkräftig die Regierung der habsburgischen Länder und führte sie autoritärer als ihr Vater.

Maria Theresia war Mutter von 16 Kindern. 2 Söhne wurden Herrscher (Joseph II. und Leopold II.), 2 Töchter und der jüngste Sohn blieben unverheiratet. Sie war in jungen Jahren sehr impulsiv und lebenslustig, nicht übermäßig gebildet; sie sprach Deutsch mit wienerischer Färbung, daneben Latein, Spanisch, Französisch und Italienisch und liebte Musik (ließ auch die Kinder Instrumente lernen) und sie sorgte sich stets um ihre Kinder, unterzog diese (auch wegen der Vorbildwirkung) der eben erfundenen Pockenimpfung.


Ihre Regierungszeit war durch tief greifende Reformen gekennzeichnet, die in allen Ländern des Habsburger Reiches einen bedeutenden Modernisierungsschub bewirkten: Die Verwaltung wurde reformiert, das Heereswesen neu organisiert, die Lage der Bauern verbessert, die allgemeine Schulpflicht eingeführt, die Folter abgeschafft und der Einfluss der Kirche verringert .


Die Erziehung und Bildung nicht nur ihrer eigenen sondern aller Kind lagen ihr besonders am Herzen. So regelte sie den Schulbetrieb durch Einführung der allgemeinen Schulpflicht neu. Landvogt Franz Christoph von Ramschwag regte 1747 bei der Habsburger Kaiserin Maria Theresia an, in Günzburg ein Piaristenkolleg einzurichten, welches unentgeltlichen Unterricht für Knaben gewähren sollte. Dieses Kolleg hatte zum Ziel zum commerzieren tüchtige, erfahrende, ehrbare und fromme Bürgerschaft aufziehen zu lassen. (Paul Auer, Geschichte der Stadt Günzburg)

Maria Theresia war also eine engagierte Frau, lebenstüchtig, selbstbewusst und kinderfreundlich. Sie sorgte sich stets um die Bildung der Heranwachsenden.
Aus diesem Grund trägt unsere Schule ihren Namen:

"Maria-Theresia-Volksschule"

1619 wurde zum ersten Mal eine Deutsche Elementarschule erwähnt, die nach der Schulordnung der österreichischen Vorlande die Bildung nahe zu bringen versuchte. Diese Schulordnung hatte Erzherzog Ferdinand II. bereits 1586 erlassen. Aber der Dreißigjährige Krieg hatte auch in Günzburg Schulwesen und Bildung zerrüttet und in Trümmern hinterlassen.
1758 folgte eine vierklassige Mädchenschule der Englischen Fräulein. Auch dies war ein Verdienst von Kaiserin Maria Theresia. Im Jahre 1900 gab es eine Knaben- und Mädchenschule mit 7 Kursen, die 1922 erweitert wurden. Die Planungen des heutigen Schulgebäudes am Südlichen Burgfrieden begannen 1954.

Eine neue Schule beginnt ihren Schulbetrieb 

Am 3. Mai 1962 treten alle Knaben der Mittel- und Oberklassen und einige Mädchenklassen der katholischen Volksschule den Schulweg zur neuen Maria-Theresia-Schule an. Die feierliche Einweihung des Hauses soll am Samstag, den 19. Mai stattfinden.

Ursprünglich befand sich dort ein kleines Erosionstälchen, dessen Verlauf sich heute noch westlich der Ichenhausener Straße abzeichnet. Zu der natürlichen Landschaft gehörte auch der Hungerbrunnen, eine gefasste Quelle hangseits an der Straße. Als gelegentlich versiegende Quelle trug sie diesen Namen und nach ihr war auch der gegenüberliegende Hungerberg benannt. Mit der Anlage des Fußgängerweges zur neuen Schule verschwand die schon seit Jahren verhungerte Quelle endgültig.

Das Grundstück an der Kiesgrube erwarb die Stadt, als der damalige Reichsschatzmeister Franz Schwarz, ein Günzburger, sich erbot, den örtlichen nationalsozialistischen Jugendorganisationen mit Beteiligung der Stadt ein Heim zu errichten, HJ-Heim genannt. Um dieses ehemalige Kiesgrubengrundstück baureif zu machen und bis auf die heute noch vorhandene, ehemals als Sportplatz ausgebaute Vertiefung aufzufüllen, waren gewaltige Erdmengen notwendig. Am 16. Oktober 1938 erfolgte die Einweihung des HJ-Heimes. Als bei Kriegsende das Städtische Krankenhaus zerstört wurde, bot sich das HJ-Heim als Behelfskrankenhaus an und blieb es bis zur Errichtung des alten Krankenhauses (heute Musikschule).

In den Nachkriegsjahren wuchsen mit der Bevölkerungszahl natürlich auch die Schulklassen. Im Juli 1952 wurde der Stadtrat von der Schulleitung gebeten, das nun zweckentbundene Haus der Knabenschule zur Verfügung zu stellen. Die Stadt konnte den Bau für heutige Verhältnisse äußerst preiswert vom Staat als Rechtsnachfolger des Dritten Reiches zurück erwerben.

 

Schulleiter an der Maria-Theresia-Volksschule 

1948 - 1961 Franz Keller
1961 Leo Wagner (Ruhestandsversetzung wegen Übernahme eines Bundestagsmandats)
1962 - 1967 Albert Räder
1967 - 1987 Franz Ferchenbauer
1987 - 1994 Franz Essler
1994 - 2001 Martin Krauß
2001 - 2007 Richard Ambs
2007 - 2013 Karin Virag
seit 2013   Ralf Klügl